Spatenstich in Feldbach: 7,6 Millionen Euro fĂŒr die Modernisierung und Erweiterung der Ambulanz
Spatenstich in Feldbach: 7,6 Millionen Euro fĂŒr die Modernisierung und Erweiterung der Ambulanz
Am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark wird umgebaut. Die bestehende Ambulanz, der Zugang in das HauptgebĂ€ude sowie der Empfangsbereich sind nicht mehr zeitgemÀà und bedĂŒrfen einer baulichen Erweiterung. Insbesondere die Ambulanz ist durch die gestiegene Patient*innen-Frequenz der vergangenen Jahre sukzessive in Raumnot geraten und wird den aktuellen Anforderungen nicht mehr gerecht. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache, rund 70.000 Patient*innen wurden im Jahr 2023 in der Ambulanz in Feldbach behandelt.
VielfÀltige Neuerungen
Der dringend notwendig gewordene Zu- und Umbau wurde im August 2024 begonnen und soll Mitte 2026 fertiggestellt werden. Im Zuge der Erweiterung und Adaptierung der Ambulanz werden insgesamt sieben neue Untersuchungs- und BehandlungsrĂ€ume (derzeit vier), ein Gipsraum, ein Wundversorgungsraum sowie ein neuer Bereich fĂŒr die ErsteinschĂ€tzung (Triage) geschaffen. Die Wartezonen fĂŒr sitzende und liegende Patient*innen werden zudem vergröĂert und neu gestaltet. Gleichzeitig wird ein ĂŒberdachter Weg zum Haupteingang errichtet und eine zentrale Auskunftsstelle (Infopoint) mit Anmeldeschalter fĂŒr die Ambulanz geschaffen. Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf 7,6 Millionen Euro, insgesamt betrifft der Zu- und Umbau eine FlĂ€che von 1.247 Quadratmetern.
Simulation von Ambulanz-AblÀufen
Der bedarfsgerechten Planung des Projekts wurde dabei viel Aufmerksamkeit geschenkt. Oberstes Ziel bei den intensiven Ăberlegungen war und ist es, eine bestmögliche Patient*innenversorgung und -betreuung zu schaffen. Neben den baulichen MaĂnahmen wurden auch die AblĂ€ufe in der Ambulanz und bei der Anmeldung analysiert und in die Planung miteinbezogen. DafĂŒr wurde in der Vorentwurfsphase die neue Ambulanz in OriginalgröĂe in der Asphalthalle in Feldbach nachgebaut und verschiedenste typische Ambulanz-Situationen 1:1 ânachgespieltâ.
60 Mitarbeiter*innen des Krankenhauses und SchĂŒler*innen von Feldbacher Schulen, die als Statist*innen fungierten, waren bei dieser Simulation beteiligt. Die simulierten Prozesse und AblĂ€ufe wurden evaluiert, RĂ€ume und Wege konnten auf Grundlage dieser Ergebnisse optimiert und Ănderungen somit noch in der Planungsphase vorgenommen werden. Die Simulation ergab unter anderem, dass AmbulanzrĂ€ume als eng empfunden wurden, weshalb man sich fĂŒr elektrische SchiebetĂŒren entschied, um nur ein Beispiel zu nennen.
Statements
âEgal, wo jemand wohnt, die Gesundheitsversorgung darf keinen Unterschied machen. Daher wollen wir aufsperren, wo immer wir können, damit die Patientinnen und Patienten in allen Regionen die bestmögliche Gesundheitsversorgung bekommen. WĂ€hrend andere sparen, ist dieser Spatenstich ein Zeichen dafĂŒr, dass wir in eine bessere Infrastruktur investieren, bei der die Menschen und ihre BedĂŒrfnisse im Mittelpunkt stehen. Mit 7,6 Millionen Euro modernisieren und erweitern wir die Ambulanz am Standort Feldbach, um die Gesundheitsversorgung fĂŒr die Menschen in der Region zu verbessernâ, betont Gesundheitslandesrat Dr. Karlheinz KornhĂ€usl.
Klubobmann Johannes Schwarz ergĂ€nzt: âDie Modernisierung und Erweiterung der Ambulanz in Feldbach ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung. Mit diesem Projekt stellen wir sicher, dass unsere Patientinnen und Patienten die bestmögliche Betreuung erhalten und auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem modernen und gut ausgestatteten Arbeitsumfeld tĂ€tig sein können. So schaffen wir die Grundlage fĂŒr eine gerechtere und sozial verantwortliche Gesundheitsversorgung in der Steiermark.â
Der KAGes-Vorstand fĂŒr Finanzen und Technik, Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA, erklĂ€rt: âMit einem klaren Fokus auf die bestmögliche Patient*innenversorgung und
-betreuung setzen wir ein bedeutendes Zeichen fĂŒr die Zukunft des Standorts Feldbach. Die Investition von 7,6 Millionen Euro wird nicht nur die rĂ€umlichen EngpĂ€sse lösen, sondern vor allem den Mitarbeiter*innen den nötigen Raum geben, um fĂŒr den gestiegenen Bedarf an ambulanter medizinischer Versorgung bestmöglich gerĂŒstet zu sein.â
Vorstandsvorsitzender Univ. Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark weist auf die erfolgreichen internen Umstrukturierungen am LKH Oststeiermark hin: âDas âneueâ LKH Oststeiermark beherbergt eine der gröĂten Chirurgischen Abteilungen in Ăsterreich und stellt sich fĂŒr die Zukunft durch innovative Formen der Kooperation gut auf. Ein Vorzeigeprojekt an medizinisch-organisatorischem Innovationsgeist. Daher ist auch die bauliche Adaptierung der Ambulanz in Feldbach ein wichtiger Beitrag zur zukĂŒnftig verbesserten medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Raum Oststeiermark und Beleg dafĂŒr, wie beharrlich die KAGes den Weg der Innovation und Patient*innenorientierung verfolgt.â
Der Betriebsdirektor des LKH Oststeiermark DI (FH) Peter Braun, MBA betont die Bedeutung des Ausbaus und der Modernisierung der Ambulanz als wesentlichen Schritt zur Sicherstellung einer zeitgemĂ€Ăen und patient*innenenorientierten Gesundheitsversorgung: âDie Versorgung unserer Patientinnen und Patienten verschiebt sich immer stĂ€rker in den ambulanten Bereich. Daher ist es unerlĂ€sslich, dass wir ausreichend KapazitĂ€ten und schlanke AblĂ€ufe schaffen, um eine bedarfsorientierte Versorgung zu gewĂ€hrleisten. Wir folgen damit dem Leitsatz âambulant vor stationĂ€râ.â
Gleichzeitig setzt man mit dem Projekt auch auf die Attraktivierung der ArbeitsplĂ€tze im Krankenhaus, so der Betriebsdirektor: âAls Arbeitgeber ist es unser Anspruch, unseren Mitarbeitenden einen adĂ€quaten und modernen Arbeitsplatz zu bieten.â
Nicht zuletzt zĂ€hlt der erste Eindruck, auch in einem Krankenhaus. Ab Mitte 2026 werden sich Eingangsbereich und Ambulanz in Feldbach baulich freundlicher prĂ€sentieren, mit einem Infopoint und deutlich mehr Platz in der erweiterten, hellen und neu strukturierten Ambulanz. Das und optimierte AblĂ€ufe sollen dazu beitragen, fĂŒr eine angenehme AtmosphĂ€re zu sorgen, was den Heilungs- und Genesungsprozess nachweislich fördert.
Zahlen, Fakten & Daten
Gesamtkosten: 7,6 Millionen Euro
Bauzeit: August 2024 bis Mitte 2026
BruttogeschoĂflĂ€che: 1.247 Quadratmeter