Mit Liebe genäht: Therapeutische Herzkissen tun gut und unterstützen die Heilung

Pressemitteilung

Am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark erhalten Brustkrebspatientinnen nach einer OP handgenähte Herzkissen. Möglich wird dieses besondere Angebot dank des langjährigen Engagements ehrenamtlicher Näherinnen wie Maria Weiß.

Brustkrebspatientinnen am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark erhalten nach einer Brustoperation ein besonderes Geschenk: handgefertigte Herzkissen. Rund 260 dieser liebevoll genähten Unikate werden jährlich an Patientinnen ausgegeben. Sie spenden nicht nur Trost in einer herausfordernden Lebenssituation, sondern erfüllen auch eine wichtige therapeutische Funktion: Durch ihre besondere Form können sie sanft unter den Arm oder auf die Operationswunde gelegt werden und helfen dabei, Druckschmerzen zu lindern. Darüber hinaus schützt das Kissen vor unangenehmen Stößen, wie zum Beispiel im Auto oder beim Husten und Niesen, und lindert Schulterverspannungen. 

Möglich wird dieses Angebot dank des Engagements zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen. Eine von ihnen ist Maria Weiß aus Wörth bei Gnas, die seit mehr als zehn Jahren für den Verein Herzkissen diese besonderen Polster für das Krankenhaus Feldbach näht. Insgesamt hat Weiß in all den Jahren rund 1.900 Exemplare gefertigt – beachtliche 20 Stück schafft sie an einem Tag. Die Stoffe stammen von Spenden, das Füllmaterial stellt der Verein Herzkissen zur Verfügung. 

Der Weg zur Herzkissen-Initiative

Zum Verein Herzkissen kam Maria Weiß im Jahr 2012. Damals las sie in einem Zeitungsbericht von der Initiative der Ärztin Dr.in Karoline Zwetti, die das Projekt, das seinen Ursprung in Amerika hat, in die Steiermark holte und ehrenamtliche Näherinnen suchte. Da Nähen seit jeher zu Maria Weiß‘ Leidenschaften gehört und sie viele schöne Stoffe zu Hause hatte, war für sie sofort klar, dass sie mithelfen möchte. Seither ist sie Mitglied des Vereins und näht die Herzkissen ehrenamtlich – mit viel Freude und großer Hingabe.

Ein Zeichen der Wertschätzung für Patientinnen

Jedes Herzkissen ist ein Einzelstück, das sich die Patientinnen selbst aussuchen. „Die Freude darüber ist jedes Mal groß und viele Patientinnen fragen, wer sie genäht hat. Oft wird dann das Kissen von allen im Zimmer bewundert und es entsteht ein schöner Moment der Verbundenheit“, berichtet Silvia Tropper, diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegeperson (DGKP) auf der interdisziplinären gynäkologischen und chirurgischen Station 3-C in Feldbach. Das Angebot wurde bisher noch nie abgelehnt und viele Frauen sind überrascht und berührt, dass sie das Kissen als Geschenk behalten und mit nach Hause nehmen dürfen.

Gute Zusammenarbeit und verlässliche Wege

Anfangs brachte Maria Weiß die fertigen Herzkissen persönlich ins Krankenhaus. Während der Corona-Pandemie war dies jedoch nicht mehr so einfach möglich. Rasch wurde eine unkomplizierte Lösung gefunden: Da DGKP Silvia Tropper im selben Ort wohnt, holt sie die Herzkissen seither rund zehnmal jährlich direkt bei ab und bringt sie ins Krankenhaus. „Unsere Kollegin Silvia Tropper lebt ihren Beruf mit Herz und Seele, sie setzt sich auch in ihrer Freizeit für ihre Patientinnen ein“, ist Stationsleiterin Veronika Gießauf (Leitung Station 3-C) stolz auf das Engagement ihrer Mitarbeiterin. Auch 
Prim.a Priv.Doz.in Dr.in Gunda Pristauz-Telsnigg, Leiterin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Standort Feldbach, schätzt den Einsatz der Frauen, die hinter den Herzkissen stehen. 

Die Dankbarkeit der Patientinnen ist für Maria Weiß die schönste Bestätigung ihres Engagements. Immer wieder wird sie von Frauen angesprochen, die eines ihrer Herzkissen erhalten hatten.

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Hanna Lang, BA und Mag. Lisa Anna Wetzelberger
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