LKH Oststeiermark stÀrkt mit zweitem Computertomographen Notfallversorgung in der Region

Pressemitteilung

Am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark wurde technisch aufgerĂŒstet: ein zweites CT-GerĂ€t, intern Schockraum-CT genannt, wurde kĂŒrzlich in Betrieb genommen.

Als Traumazentrum der Stufe II und mit einer Abteilung fĂŒr Neurologie ist der Krankenhausstandort Feldbach die zentrale Anlaufstelle der Region in der Akutversorgung – sowohl bei schweren Unfallverletzungen als auch bei SchlaganfĂ€llen. In solchen NotfĂ€llen ist eine rasche Computertomographie (CT) unverzichtbar, denn oft entscheidet jede Sekunde ĂŒber den weiteren Verlauf. Umso bedeutender ist eine verlĂ€ssliche und ausfallssichere CT-Versorgung am Standort Feldbach fĂŒr die medizinische Betreuung der Bevölkerung. Prim. Priv.-Doz. Dr. Gerald Wolf, Leiter des Instituts fĂŒr Radiologie, bringt es auf den Punkt: „Wenn das CT in Feldbach nicht verfĂŒgbar ist, mĂŒssten Patientinnen und Patienten nach Graz verlegt werden.“ Mit der Anschaffung eines zweiten CT-GerĂ€ts wurde daher gezielt vorgesorgt und die Akutversorgung in der Region nachhaltig gestĂ€rkt.

Mehr KapazitĂ€t fĂŒr innovative Therapien

Neben der diagnostischen Anwendung eröffnet die moderne CT-Technologie heute vielfĂ€ltige Möglichkeiten in der Therapie. So können etwa Organbiopsien mittels Computertomographie besonders prĂ€zise durchgefĂŒhrt werden. Auch in der Schmerztherapie kommt das CT zum Einsatz, wenn beispielsweise bei BandscheibenvorfĂ€llen dank dieser Technologie Schmerzmitteldepots millimetergenau dort verabreicht werden können, wo sie wirken sollen. Eine weitere CT-gestĂŒtzte Behandlungsmethode ist die Radiofrequenzablation bei Krebserkrankungen, die vor allem bei Ă€lteren Patient*innen angewendet werden kann. Dabei werden Metastasen gezielt lokal zerstört. Derartige Eingriffe sind in der Regel planbar, erfordern jedoch entsprechende zeitliche Ressourcen. „All diese modernen, schonenden Behandlungsmethoden können wir dank des zweiten CT in Feldbach nun wieder verstĂ€rkt anbieten, mit der Sicherheit, dass im Akutfall jederzeit ein CT zur VerfĂŒgung steht“, zeigt sich Prim. Dr. Wolf erfreut.

Entlastung fĂŒr diagnostische Schnittstelle

Bildgebende Verfahren sind aus der modernen Krankenhausdiagnostik nicht mehr wegzudenken und bilden eine zentrale Grundlage fĂŒr fundierte medizinische Entscheidungen. Oder wie es der Leiter der Radiologietechnologie am Standort Feldbach, Andreas List formuliert: „Die Radiologie ist eine essenzielle Schnittstelle in jedem Krankenhaus, hier muss fast alles durch.“ Gleichzeitig ist dieser Bereich naturgemĂ€ĂŸ an die VerfĂŒgbarkeit der GerĂ€te gebunden, und insbesondere im Akutfall lassen sich Untersuchungen weder verschieben noch absagen. Das zusĂ€tzliche CT GerĂ€t am Standort Feldbach sorgt daher nicht nur fĂŒr eine schnellere und verlĂ€sslichere VerfĂŒgbarkeit von Untersuchungen fĂŒr alle Patient*innen, sondern trĂ€gt auch maßgeblich zur Entlastung des gesamten Systems bei.

Planung bis ins Detail: Simulation als Erfolgsfaktor

Untergebracht ist das neue CT-GerĂ€t dort, wo bis 2022 das MRT eingerichtet war. Mit der Inbetriebnahme des neuen MRT-GerĂ€ts im MĂ€rz 2022 wurden diese RĂ€umlichkeiten frei und boten insbesondere fĂŒr den Standort Feldbach, wo das Platzangebot beschrĂ€nkt ist, gute Voraussetzungen fĂŒr die Einrichtung des zweiten CT Untersuchungsbereichs. Bei der sorgfĂ€ltigen Planung der neuen UntersuchungsrĂ€ume mussten sowohl die vorhandenen baulichen Gegebenheiten als auch die besonderen Anforderungen an die Notfallversorgung berĂŒcksichtigt werden. So muss im Untersuchungsraum ausreichend Platz fĂŒr Narkosemaschine und Notfallbett sowie fĂŒr das Umlagern von schwerverletzten Personen zur VerfĂŒgung stehen. Um sicherzustellen, dass all diese Voraussetzungen bestmöglich umgesetzt werden können, wurden die Planungen mithilfe einer Simulation auf ihre Tauglichkeit ĂŒberprĂŒft. DafĂŒr wurden die RĂ€umlichkeiten und GerĂ€te in OriginalgrĂ¶ĂŸe modellhaft nachgebaut und verschiedene AblĂ€ufe anhand realistischer Szenarien durchgespielt. Das gesamte Team, das an der Simulation und Planung des neuen CT Untersuchungsraums beteiligt war, ist von dem großen Nutzen einer solchen realistischen Testung ĂŒberzeugt. Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen, sind sich alle einig und auch Prim. Dr. Wolf freut sich ĂŒber die „tolle Nachnutzung bestehender RĂ€umlichkeiten“.

Nachhaltige StÀrkung der Patientensicherheit und regionalen Versorgung

Am LKH Oststeiermark ist man zu Recht stolz auf das erfolgreich umgesetzte Projekt „Schockraum-CT“. Allen voran Prim. Dr. Wolf, der das Projekt in den letzten Jahren vorangetrieben hat und den großen Nutzen dieser Anschaffung herausstreicht: „Wir haben damit eine wesentliche Aufwertung der Patientensicherheit sowie der Notfallversorgung fĂŒr die gesamte Region erreicht.“

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